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Was Beratung in Zukunft leisten muss

Digitalisierung und neue Technologien sind heute die zentralen Impulsgeber. Sie sind der Ursprung entscheidender Transformationen. Entsprechend hoch ist der Innovationsdruck auf Unternehmensseite. Wollen Beratungen in diesem Kontext ihre Relevanz erhalten, ist ein radikales Umdenken gefragt.

Berater müssen den Mehrwert ihrer Leistungen neu definieren: Waren sie bislang eher die Lösungsanbieter ihrer Kunden, sind sie zukünftig eher die Komplexitätsreduzierer. Es geht um die Kompetenz, im eigenen Terrain ein Ziel auf unbekannten Wegen souverän anzusteuern. Die Softwareentwicklung hat das Potenzial dieser Vorgehensweise schon vor Jahren erkannt. Loslaufen und dabei in einzelnen Etappen und manchmal auch in Kreisbewegungen dem Ziel immer näher zu kommen, ist die Idee des iterativen Arbeitens. In einem komplexen und dynamischen Umfeld ist das wesentlich effizienter, als ein umfassender Masterplan, der auf dem Weg ständig angepasst werden muss.

„Beratung darf sich neu erfinden. Sie wird zum Transformationsprodukt und wird sich zukünftig viel stärker in diese Richtung profilieren müssen.“

Vom Experten zum Prozessbegleiter

Die Rolle der Berater ändert sich dadurch fundamental: Sie sind nicht mehr nur die Experten, die alles wissen und auch nicht mehr die Dienstleister, die immer die gleichen Leistungen erbringen. Sie sind diejenigen, die den Rahmen für die Entwicklung von Lösungsszenarien abstecken. Sie können Herausforderungen antizipieren und bestehende Potenziale im Unternehmen aktivieren. Sie sind die Moderatoren in komplexen Problemlösungsprozessen, die gemeinsam mit dem Kunden tragfähige Ideen modellieren anstatt als externe Problemlöser zu brillieren.

Beratungsprodukte der Zukunft sind unique und extrem beweglich

Beratung darf sich neu erfinden. Sie wird zum Transformationsprodukt und wird sich zukünftig viel stärker in diese Richtung profilieren müssen. Beratungsprodukte sind idealerweise so gestrickt, dass der Kunde spürt, dass diese Beratung entweder genau das kann, was er braucht oder dass sie einen Weg bahnt, dessen Richtung und Ausgestaltung er selbst noch nicht genau kennt. Agilität und Kundenorientierung sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Denn ein gutes Beratungsprodukt ist in hohem Maße ausdifferenziert, um den Bedarf des Kunden punktgenau zu treffen und gleichzeitig ist es extrem beweglich, um sich an die spezifische Organisationsrealität anpassen und alle bestehenden Ressourcen einbinden zu können.

Es geht darum, die richtigen Fragen zu stellen

Wer in der Beratungsbranche langfristig auf der Gewinnerseite stehen will, sollte somit sein Angebot kritisch hinterfragen: Welche meiner Beratungsleistungen ist durch Innovationen gefährdet? Welche Chance birgt das? Wie kann ich neue Technologien nutzen, um meine Kunden genauer zu verstehen und meine Beratungsleistung zu verbessern? Wie kann ich durch mein Beratungsangebot beim Kunden eine proaktive Rolle einnehmen? Welche Probleme lösen meine Produkte? Welche Wertschöpfung bieten sie? Spiegeln das meine Vergütungsmodelle wider? Wo stehe ich im Vergleich zum Wettbewerb?

All diese Fragen stehen in der Produktentwicklung schon lange auf der Tagesordnung. Für Beratungen ist das Denken in klar profilierten Produktkategorien eher neu und ungewohnt. Künstliche Intelligenz erledigt bereits heute viele Standardaufgaben der Beratung schneller und besser. Mittelfristig wird sie auch brillante Beiträge zu Fragen der Komplexitätsreduzierung und Entscheidungsfindung leisten. Man kann mit dem Hinterfragen daher gar nicht schnell genug beginnen.

Susanne Kamm Author

Susanne Kamm

CEO und Trainerin